04
Mar 11

Magical Moments

Sie sagte: “Jetzt geht es ganz schön los!”. Sie spürte, wie sie der Elefant mit der Spitze seines Zahnes zu kitzeln versuchte und wie sein alter Rüssel, aus dem ein Hauch von Grasduft strömte, ihren Hals entlang strich. Plötzlich erschien ein Känguru, das ihr einen Strauss Gänseblümchen reichte, nur flüchtig grüßte und sofort wieder dahinbrauste. Es wurde ihr kurz Rot vor Augen, diese andauernden Wechsel gingen ihr einfach zu schnell. “Eine Pause wäre gut”, sagte sie. Sie öffnete ihre Tasche und holte eine etwas kleinweltlerisch geratene Banane heraus und schälte sie. Beim ersten Bissen dachte sie bei sich: “Wie mich die Einen doch immer wieder gut verstehen können!” und beim zweiten Bissen fragte sie sich: “Warum mich wohl die Anderen niemals verstehen?”. Die Menschen, die sie umgaben fand sie weltumspannend. Ein hässlicher Gedanke, anzunehmen, dass alles, was sie umgab zu lange war und sie abstumpfen ließ. Als die Bananenschale den Boden berührte fand sie sich in einem Bambuswald wieder und fühlte sich unendlich jung. Nur kriechend konnte sie sich jetzt bewegen. Der Wald war knapp 1 m hoch und mit einer zischenden Wasserdecke abgeschlossen. Dichter Nebel machte ihr ausserdem ein schnelles Fortkommen unmöglich. An der nächsten Ecke geriet sie in einen Berg blauer Riesenameisen. “Zeit für eine Bildpause”, dachte sie, holte nun einen Apfel aus ihrer Tasche und drückte die Stopptaste.

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